Road Trip - Pichilemu & Santa Cruz
- Isabelle
- Oct 14, 2015
- 5 min read
Hallo ihr Lieben,
letzte Woche haben Milli, Lisanne, Tim, Flo und ich mal wieder einen Roadtrip gemacht. Wir haben uns für Donnerstag, Freitag, Samstag ein Auto gemietet. Als wir bei der Autovermietung angekommen sind, haben die allerdings unser Auto (das billigste :-D) leider schon an jemand anderes vergeben.



Wir haben dann aber auf unseren günstigen Preis bestanden und deshalb ein richtig cooles Auto bekommen, nämlich einen Mazda 3. Wir sind dann erstmal die Küste Richtung Süden gefahren. Auf dem Weg haben wir schon viele schöne Sachen gesehen und ein paar Zwischenstopps eingelegt. Als erstes haben wir einen wunderschönen menschenleeren Strand gesehen und anschließend noch den größten Pool der Welt. Dafür sind wir noch auf ein privates Grundstück gegangen nur um ein Foto zu bekommen ;-).




Gegen Abend sind wir dann an unserem ersten Ziel Pichilemu angekommen. Der Ort gilt als Surfer Hotspot Chiles, da dort riesig hohe Wellen sind. Die Stadt war wirklich mega cool und ziemlich gechillt, so wie man es erwartet. Das Hostel, was wir gebucht haben, hat nur 10€ die Nacht inkl. Frühstückt gekostet und war mit Abstand das coolste Hostel in dem ich jemals war!!! Die haben alte Schiffscontainer umgebaut und mit Holz verkleidet, man hatte mega viele Terrassen, coole Bäder, mega gemütliche Betten und und und. Nach unserer Ankunft sind wir zum Meer gegangen und haben dort bei heißer Schokolade den Sonnenuntergang genossen und den Surfern im 12C kalten Wasser zugeschaut. Die Wellen waren wirklich riesig.


Anschließend sind wir in einem Hotel essen gegangen und das Hotel war auch mega cool. So ein richtig sytlishes Hotel, da hat man sich gefühlt wie in Deutschland. Dort haben wir uns erst einmal ein richtig schönes Steak gegönnt : -). Nach unserem Essen sind wir ins Hostel gegangen und haben dort einen Getrunken und saßen mit denen, die dort arbeiten am Lagerfeuer.


Am Freitag sind wir dann Mittags losgefahren Richtung Santa Cruz. Das ist die Weinhauptstadt Chiles. Die liegt im Colchuga-Tal, das soll wohl die perfekten Bedingungen für guten Wein haben. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Zwischenstopp in einem kleinen Dorf gemacht, das Lolol heißt. In Santa Cruz sind wir direkt einkaufen gefahren und haben uns im Supermarkt mit unserem Vermieter getroffen. Die Wohnung war nicht so der knaller und mit 23€ pro Person auch kein Schnäppchen.
Wir haben dann kurz unsere Sachen reingebracht und sind dann durch die Stadt gelaufen.


Für 17:30 Uhr habe ich uns eine Weinprobe auf dem Weingut „Laura Hartwig“ organisiert. Das Weingut war wirklich wunderschön und wir sind mit einer Kutsche über die ganzen Felder gefahren. Dabei hat man auch so einiges gelernt :-D. Zum Beispiel, dass man mit roten Trauben auch Weißwein machen kann. Anschließend sind wir noch in den Weinkeller gegangen.

Zum krönenden Abschluss gab es dann natürlich auch eine Weinprobe. Wir haben insgesamt 3 Rotweine proberiert. Einer davon war sogar richtig teuer und wird im Restaurant für 60€ verkauft! Mir haben sie alle nicht sooo gut geschmeckt, aber Papa und Ulla hätten sie geliebt. Richtig schwere, trockene, ganz dunkle Rotweine mit 14% Alkohol :-D. Ich habe für Mama, Frank und mich eine Flasche gekauft, mal schauen :-).


Nach der Weinprobe waren wir schon ein bisschen angetrunken und sind dann schnell nach Hause zum Kochen. Das hat sich aber etwas schwierig gestaltet, da die Küche ungefähr null ausgestattet war. Mit etwas Improvisationstalent hat es aber geklappt. Nach dem Essen ging es dann mit unserer eigenen Weinprobe weiter, nach 5 Flaschen Wein haben wir beschlossen, dass es auch der günstige tut :-D.Irgendwann sind wir dann noch auf die Idee gekommen, den Whirlpool einzuweihen. Whirlpool hört sich jetzt schicker an, als es eigentlich war. Da sind wir dann mit ziemlich viel gequetsche reingehüpft.
Am Samstagmorgen sind wir relativ früh aufgestanden und haben Pfannkuchen mit Nutella gegessen. Ein wirklich deluxes Frühstück :-). Anschließend sind wir mit dem Auto losgefahren und wir haben noch unzählige Weingüter auf dem Weg gesehen. Unser Zwischenziel waren die großen Seen auf der Landkarte. Doch leider haben wir nirgends einen öffentlichen Zugang entdeckt, da hier einfach alles Privatisiert ist. Irgendwann sind wir auf die Idee gekommen einem großen Auto mit Boot hintendran hinterherzufahren. Denn das musste ja schließlich zum See fahren. Das Auto bog dann irgendwann in eine kleine Straße ab, wo ausdrücklich stand, dass es sich um Privatgelände handelt. Wir sind allerdings einfach hinterher und dann haben wir endlich den See gesehen. Dieses Privatgeländer war so eine Art „Gated Community“ und die Häuser dort waren richtig schön und groß. Direkt am Seeufer war auch ein schöner Pool.

Milli und ich waren gerade fertig mit dem Bikini anziehen, da kam eine Frau zu uns und hat uns erst auf Spanisch gefragt, bei wem wir denn zu Besuch sind. Als wir so getan haben, als würden wir sie nicht verstehen, hat sie leider Englisch gesprochen :-D. Ich meinte dann, dass wir unseren Freund „Rodriguez“ besuchen (so heißt hier fast jeder mit Nachnamen). Leider gab es aber genau dort keinen ;-). Die Frau wollte mit ihrem Mann auf deren Boot und deshalb wollten wir so tun, als würden wir zurückfahren. Deshalb haben wir für alle sichtbar unsere Straßenkarte herausgeholt und so getan als würden wir uns beraten. Aber leider kam dann noch ein anderer Mann zu uns und der hat dann auch darauf bestanden, dass wir fahren. Ist ja auch irgendwie verständlich ;-).

Wir sind dann wieder Richtung Meer gefahren und dort haben wir Halt in einer Richtig kleinen süßen Stadt gemacht. Das war die reichste Stadt, die ich bis jetzt gesehen habe. Alles riesige Häuser, die top in Schuss waren; große Autos; keine Straßenhunde; anständige Bürgersteige und gut angezogene Leute. Dort haben wir uns dann in ein Strandcafe gesetzt und etwas Kleines gegessen. Dann mussten wir auch schon nach Hause fahren.
Am Sonntag war super gutes Wetter und wir haben uns alle an einem schönen Strand in Vina getroffen. Ein paar von uns haben Beachvolleyball gespielt, doch leider kam irgendwann ein Straßenhund, der unbedingt mitspielen wollte. Nach 2 Bissen in den Ball, war der dann auch hinüber! Abends sind wir dann in Valparaíso feiern gegangen, was wirklich sehr cool war :-).
PS: was ich ganze vergessen habe: letzte Woche hatte ich Flöhe. Mir ist die Tage davor schon aufgefallen, dass ich immer so 1 bis 2 Flöhe in meinem Bett hatte. Die habe ich aber einfach umgebracht und mir nichts dabei gedacht, denn jeder hat hier mal einen Floh. Als ich dann aber Dienstag Abend ins Bett gehen wollte, habe ich 8 Flöhe in meinem Bett gefunden und ich habe insgesamt über 50 Stiche an meinen Füßen und Beinen gehabt. Da bin ich dann leicht verrückt geworden :-D.
Ich habe mein gesamtes Bettzeug genommen und in unsere Badewanne getan. Darauf haben wir dann 3 große Töpfe mit kochendem Wasser getan und den Rest mit heißem Duschwasser aufgefüllt. Leider konnte ich das nicht waschen, da unsere Waschmaschine nur kalt waschen kann und die Eier werden erst ab 60C getötet. Ich habe dann noch meinen ganzen Kleiderschrank gewaschen und mein Zimmer richtig doll mit Chemikalien eingesprüht. Die Nacht habe ich dann erst einmal im Wohnzimmer verbracht. Gott sei Dank habe ich keine neuen Stiche mehr bekommen und sie sind weg :-D.